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1. Kredite/Darlehen

1. Kredite/Darlehen

Kredite bzw. Darlehen werden von Banken und Kreditvermittlern an Privatpersonen oder Unternehmen vergeben, damit diese bestimmte Vorhaben finanzieren können. Ein Kredit ist somit eine Gebrauchsüberlassung von Geld oder Waren auf Zeit. Im Vergleich zwischen einem Kredit und einem Darlehen gibt es im Grunde nach in der Anwendung keine relevanten Unterschiede, ausgenommen in der Namensgebung aus Lateinischer und Deutscher Wurzel. Auch sind weitere Formen von Krediten wie die Hypothek- oder der Dispokredit usw. im Programm der Finanzierungsgeber. Hierbei wird unter der Verwendung von Sicherheiten und speziellen Kredittilgungsformen unterschieden (siehe Punkt 1.– 4.).
Im Kredit- bzw. Darlehensvertrag wird vertraglich festgelegt, in welchem Zeitraum und mit welchem Tilgungssatz plus Zinsen der Kredit zurückgezahlt wird. Die Höhe der Darlehens-summe die bewilligt werden soll hängt meist vom Eigenkapital, dem Einkommen und den Sicherheiten ab, die der Kreditnehmer gewähren kann.
Einige Kreditvermittler bieten zinsgünstige Kredite für die Baufinanzierung auch über das Ausland an, wie z.B. Österreich oder die Schweiz. Allerdings sollte in Ländern, die keinen Euro haben, immer der Währungskurs berücksichtigt werden.
Wer keinen zuteilungsreifen Bausparvertrag hat, der kann auch eine sehr günstige Finanzierung über eine Tilgungsaussetzung erreichen. Dabei wird mit der Bank eine Vereinbarung getroffen, dass nur die Zinsen für das aufgenommene Darlehen bezahlt werden, und der eigentliche Tilgungsbeitrag in gut ausgewählte Fonds fließt. Dies funktioniert besonders, wenn der Darlehenszins niedrig ist und der Fonds für ordentliche Renditen sorgt. Mit dem erwirtschafteten Fondsguthaben kann dann Jahre später das Darlehen auf einmal getilgt werden. Somit wird die Finanzierungszeit um einige Jahre verkürzt. Vorausgesetzt, der Darlehenszins ist niedriger als die Rendite, die vom Fonds erwirtschaftet wird, was auf lange Sicht mit einem guten Investment kein Problem darstellen dürfte.
Diese Finanzierungsform wurde ehemals auch mit Kapitallebensversicherungen (siehe „Kapitallebensversicherung“ →) durchgeführt. Davon ist aber eher abzuraten, denn viele der Kapitallebensversicherungen haben in der Vergangenheit keine oder nur verminderte Überschüsse ausgeschüttet und der Darlehenszins war somit letztendlich höher als die Rendite der Kapitallebensversicherung.

Wer kann alles einen Kredit/Darlehen erhalten:

Private Personen: In der Regel kann jede Privatperson die über ein geregeltes Einkommen verfügt
gleichgültig ob aus einer Arbeit, Miete oder sonstigen Finanziellen Quellen, die für
den Lebensunterhalt ausreichend sind, eine Finanzierung erhalten.

Selbständige: Selbständige können ebenfalls Kredite zur Firmengründung bekommen. Allerdings
besteht auch die Möglichkeit, bei Neugründung einer Firma, einen Kredit über eine
der vielen staatlichen Förderbanken zu meist sehr günstigen Konditionen zu erhalten.
Kredite dieser Art werden über alle gängigen Banken abgewickelt und können dort
auch erfragt werden. Weitere Informationen erhalten Sie auch bei der Industrie- und
Handelskammer (IHK) bzw. der Handwerkskammer (HWK).

Studenten: Auch Studenten können einen Kredit von Banken oder über staatliche Förderpro-
gramme, wie zum Beispiel der KfW-Bank, erhalten. Dabei verzichten die Institute
meistens auf die üblichen Sicherheiten, wenn der Student einen Studienplan mit dem
Ziel darlegt, diesen auch erfolgreich zu absolvieren. Zusätzliche Semester sowie die
Studiengebühren sollten dabei mit eingeplant werden, damit keine Engpässe
entstehen.

Die wichtigsten Vertragspunkte eines Kredites/Darlehens:

Bei der Finanzierung eines Vorhabens sind einige wichtige Punkte zu beachten, um nicht durch zusätzliche und nicht bedachte Kosten den Kredit unnötig zu verteuern. Vieles ist zwar nur Verhandlungssache mit dem Kreditgeber, aber auch die Vorbereitung, um überhaupt einen Kredit zu bekommen, ist wichtig. So sollten alle notwendigen Unterlagen für die Kreditverhandlungen vorhanden sein.

1. Wichtig ist die Frage was überhaupt finanziert werden soll, handelt es sich um die Finanzierung eines Autos, so sind im Normalfall, abgesehen vom Einkommensnach weis, keine besondere Sicherheiten für die Finanzierung erforderlich. Handelt es sich jedoch um eine größere Geldsumme, beispielsweise um eine Eigenheimfinanzierung, so stellt sich die Frage, welche Sicherheiten können Sie dem Kreditinstitut für die Kreditsicherung anbieten. Wie hoch ist das Eigenkapital das sie mit einbringen können, was ca. 20 - 30 % der Kredithöhe betragen sollte.

2. Sind alle Kosten wie z.B. Maklerprovisionen, Notar, Grunderwerbsteuer, Erschließungs- kosten des Bauvorhabens usw. in die Darlehenshöhe mit einkalkuliert worden.

3. Die Zinsangabe für die Finanzierung in % bezieht sich in der Regel immer auf das ganze Jahr und wird bei einer monatlichen Tilgung anteilig zur Kredittilgung mit dazugerechnet. Das heißt, das bei einer Kreditsumme von beispielsweise 10.000 € und bei einem Schuldzins von 6 %, jährlich 600 € Zins anfallen, was monatlich 50 € (600 € : 12 Monate) Schuldzinsen entspricht. Besser ist es nach dem „Effektiv-Zins“ zu fragen. Das ist der Zinssatz, der letztendlich inklusiv aller Nebenkosten wie die Kontoführungs- und Bearbeitungsgebühren, Vertragsabschlusskosten usw. beinhaltet. Nur so können die realen Kreditangebote genau verglichen werden.

4. Der Tilgungssatz, das ist die monatliche Schuldrate (ohne Zins) die für den aufgenommenen Kredit an den Kreditgeber zurückgezahlt wird. Dieser liegt in den meisten Fällen bei etwa 1 - 3 % der Kreditsumme, was natürlich hauptsächlich von der Bonität des Kreditnehmers abhängen dürfte, beziehungsweise davon, wie viel der Kreditnehmer monatlich abbezahlen kann.

5. Der Kreditnehmer hat die Wahl zwischen einer Zinsfestschreibung, das heißt, der Zinssatz wird über eine bestimmte Laufzeit festgeschrieben, oder es wird ein Variabler Zinssatz des Kredites vereinbart. Dieser Zinssatz orientiert sich dann am Leitzins, der von der Zentralbank vorgegeben wird und schwankt während der gesamten Laufzeit. Dafür bleibt der Kredit flexibel und kann jederzeit in voller Höhe getilgt, oder auch später, bei besseren Zinskonditionen, festgeschrieben werden. Wer eine günstige Zinsfestschreibung aushandeln kann, sollte sich möglichst lange binden und ein Sondertilgungsrecht einräumen lassen.

6. Ein jährliches Sondertilgungsrecht zur Tilgung des Kredites darf im Kreditvertrag nicht fehlen. Damit können zusätzlich Sondereinzahlungen in den Kredit geleistet werden, beispielsweise wenn der Kreditnehmer zusätzlich erspartes hat, oder das Weihnachtsgeld vom Arbeitgeber, oder anderweitige finanzielle Mittel als Tilgung mit einfliesen lassen möchte, um somit den Kredit schneller abbauen zu können. Dieser Sondertilgungsbetrag sollte im Idealfall in der Höhe unbegrenzt sein.

7. Vertragsabschlusskosten bzw. Bereitstellungsprovisionen und Bearbeitungsgebühren des Kredites sind Verhandlungssache und unter Umständen sogar kostenfrei.

8. Vergleichen Sie immer mehrere Kreditinstitute und deren Angebote, denn diese können sehr unterschiedlich ausfallen. Besonders wenn einige Anbieter den Effektivzins (inklusive aller Nebenkosten) angeben und andere wiederum einen Nominalzins (reiner Schuldzins), der keine Nebenkosten wie Vertragsabschluss- und Bearbeitungsgebühren oder eventuelle Versicherungen beinhaltet (siehe „Lebens- und Restschuldversicherung“ →). Letzteres wird häufig zum Darlehen mit angeboten, oder ist sogar Bedingung für einen Kredit. Lebens- oder Restschuldversicherungen verteuern zwar den Kredit zusätzlich, können aber auch die Familie schützen, besonders dann wenn der Einkommensversorger verstirbt. Schlechte Vertragskonditionen müssen nicht immer gleich zum Wechsel der Hausbank führen. Aber weisen Sie Ihre Hausbank auf günstigere Konditionen anderer Kreditgeber hin und verhandeln Sie. Wird ein Kredit verweigert, so sollten weitere Kreditinstitute konsultiert werden, denn die Entscheidungsrichtlienen für einen Kreditantrag sind von Institut zu Institut verschieden und können wo anders zum Erfolg führen. Nicht nur Banken bieten Kredite zu günstigen Konditionen an, auch freie und unabhängige Vermittler, wie Versicherungsvermittler-, Makler usw. können günstige Finanzierungen anbieten.

9. Die Schufa (Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung) prüft die Kreditwürdigkeit des Kreditantragstellers. Sie registriert in der Regel alle Finanzierungen dieder Verbraucher aktuell am laufen hat. Ist der Verbraucher überschuldet, oder wurden in früheren Zeiten Schulden beispielsweise aus Zahlungsunfähigkeit oder sonstigen Gründen nicht zurückgezahlt, gab es eventuell einen Zahlungsverzug, so kann dies der Kreditgeber dort erfragen, womit dann häufig eine Finanzierungsanfrage nicht bewilligt wird. Andererseits kann die Schufa den Verbraucher auch so vor einer Überschuldung schützen. Wer nicht weiß welche Informationen in der Vergangenheit oder aktuell registriert wurden, kann auch selbst eine Schufaanfrage per Internet unter www.schufa.de starten, denn aufgrund des Bundesdatenschutzgesetzes müssen gespeicherte Informationen nach einem bestimmten Zeitraum, spätestens aber nach 5 Jahren wieder gelöscht werden.

10. Wird der Kredit vorzeitig aufgelöst bzw. getilgt, so wird in der Regel vom Kreditgeber ein Vorfälligkeitszins berechnet, die der Kreditnehmer zu leisten hat, schließlich handelt es sich um eine vorzeitige Vertragsauflösung und Zinsen die Kreditgeber erhalten hätte, fallen aus. Die Berechnungsformeln für Vorfälligkeitszinsen variieren unter den vielen Kreditgebern und sind vielmals schon im Finanzierungsvertrag benannt.

11. Beantragen zwei Personen z.B. Lebenspartner oder Geschäftspartner einen Kredit und stehen für die Sicherheiten gemeinsam ein, so können alle nachfolgenden Dokumente und Unterlagen beiderseits zur Kreditbeantragung von Bedeutung sein:
- Für die Legimitationsprüfung (Personenidentifizierung) wird ein Personalausweis/ Reisepass benötigt
- Papiere für das Bauvorhaben bzw. den Immobilienkauf: Baupläne, ein Exposee oder Notarielle Unterlagen des bestehenden Gebäudes/Grundstücks
- Einkommens- und Ausgabennachweis der Lebensunterhaltskosten (Einnahmen-Ausgaben-Überschuss), Beginn des Arbeitsverhältnisses im letzten Betrieb (Arbeitsvertrag), Selbständige benötigen eine Gewerbeanmeldung/Handelsregisterauszug
- Sicherheiten: falls vorhanden, werden Notarielle Unterlagen von bereits vorhandenen Immobilien, Nachweis von Geldanlagen, Bürgschaften, Schmuck, Kunstgegenstände oder anderweitigen Sicherheiten benötigt.

Tilgungsarten von Krediten bzw. Darlehen:

Annuitätendarlehen-Kredit:
Annuitätendarlehen werden durch einen konstanten Ratenbetrag getilgt. Mit der
Länge der Laufzeit verkleinert sich die Darlehenssumme. Somit verringert sich auch
die Zinsbelastung und da der monatliche Ratenbetrag konstant bleibt, erhöht sich
somit automatisch der Tilgungsbetrag, womit das Darlehen an den Kreditgeber zu-
rückgezahlt wird.

Tilgungsdarlehen-Kredit:
Während der gesamten Laufzeit bleibt die Tilgung konstant. Die Raten sinken aber
während dieser Zeit, da durch den kleiner werdenden Darlehensbetrag immer
weniger Zinsen anfallen.

Raten-/Laufzeitdarlehen- Kredit:
Der komplette Zinsbetrag für die gesamte Laufzeit wird zum Darlehensbetrag
zugerechnet. Somit ist während der Vertragslaufzeit immer derselbe Ratenbetrag
fällig.

Endfälliges Darlehen-Kredit:
Am Ende der Laufzeit wird das Darlehen mit einem einmaligen Betrag zurückgezahlt.




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